Dienstag, 16. August 2016

An die beste Bäckerin der Welt...

Rezept: Omas Apfelkuchen

Wow, jetzt ist es also soweit: Du wirst stolze 90 Jahre alt. - Was eine Zahl...!
 
Und ich möchte Dir einfach mal Danke sagen:
Danke, dass du mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehst,
mir viele nützliche Haushaltstipps gelehrt hast,
mich stets als rheinische Frohnatur zum Lachen bringst
und immer an mich und meine Träume glaubst.
 
- Wo wir auch schon beim Punkt sind, denn ohne dich hätte ich meine Leidenschaft zum Backen vermutlich nicht so schnell und früh entdeckt und daraus schließlich in Form dieses Blogs ein richtiges Hobby gemacht, das ich mir in Kombination mit einigen anderen meiner liebsten Tätigkeiten, die sich damit verknüpfen lassen, auch als Hauptberuf vorstellen kann.
 
Schon als ich ganz klein war, hast du mich an diversen Feiertagen und Wochenenden zu Euch geholt und mich in deine kleine feine Backwelt entführt. - Selbstverständlich nie ohne einen kleinen Apéretif in Form deiner legendären heißen Milch mit Honig! :-)



Wir haben an Weihnachten gemeinsam fleißig Keksteig geknetet, und ja, noch ganz ohne Küchenmaschine oder Handmixer; wir haben einfach, wie es sich nun mal gehört, einfach drauf losgematscht.
Du hast mir gezeigt, wie man selbst Marzipan herstellt und daraus Marzipankartoffeln macht, Schwarzweißgebäck zaubert, Maronenmus für das alljährliche Weihnachtsdinner bei euch herstellt und - natürlich! - wie man selber Lebkuchen backt und damit wunderschöne Häuschen baut. Hierbei war immer besonders aufregend, welche Süßigkeiten du zuvor bei dem Tante-Emma-Laden um die Ecke gekauft hast, denn das erfuhr ich immer erst, wenn es soweit war und du die Schälchen mit all den bunten kleinen Leckereien aus dem Keller hoch holtest.
Zu Ostern gab es dann deine super leckeren süßen Brötchen in Hasenform, am Liebsten zum Frühstück mit einer deiner selbstgemachten Marmeladen oder auch einfach mit Butter und Schokostreuseln. Durch das Backen dieser Wecken wusste ich vermutlich früher als jeder andere Mensch auf diesem Planeten, wie man Hefeteig herstellt.
 
Während unserer Backeinheiten hast du dann immer von den Kochkursen erzählt, die du selber gegeben hast. Besonders spannend und cool fand ich dabei damals natürlich die Story der TV-Reportage über dich und deinen Männer-Kochkurs: Die eigene Oma im Fernsehen? - Das hört man nicht oft!

Im Laufe der Jahre hast du mir vieles beigebracht: Von Grundteigrezepten über außergewöhnliche Cremes, die besondere Wirkung bestimmter Gewürze und Aromen bis hin zum Backen von Torten und Sommer-Biskuitrollen.
Dein  handgeschriebenes Rezeptebuch ist bis heute das absolute Heiligtum in meiner Küche...!

Auch wenn du nicht ganz verstehst, was genau ich hier und auf meinen Social Media Plattformen mit meiner Backerei mache, bist du ziemlich stolz auf mich und so ziemlich dein ganzer Freundes- und Bekanntenkreis, sowie deine Nachbarn und sogar dein Hausarzt wissen von meinem - wie du es so süß und liebevoll nennst - "Backbuch im Internet".
- Und genau das macht wiederum mich zu einem der glücklichsten Geschöpfe überhaupt!

Du freust dich jedes Mal - zusammen mit Opa - so sehr über meine Glücklichmacher, die ich euch mitbringe, dass mein Herzchen höher zu schlagen beginnt.
Du  erkundigst dich interessiert nach den neuesten Trends im Food-Bereich, fragst nach, was genau diese Muffins mit der Cremehaube drauf so besonders macht und zeigst dich äußerst offen, wenn es um Themen wie Superfood, internationale Köstlichkeiten oder auch vegane Ernährung geht.
Besonders Letzteres weckt aufgrund meiner Milcheiweißallergie des Öfteren dein Interesse und du probierst dich immer wieder gerne durch meine alternativen Produkte.

Hach, ich bin so froh, dich zu haben...!
Danke dir, Oma!

Fühl dich gedrückt <3
Auf die nächsten 10 Jahre! :-)

Deine Alina

Zu Omas Apfelkuchen kommt ihr hier :)